Willkommen beim Sonderforschungsbereich 1208

 

Der SFB 1208 gratuliert:
Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2018 für Dr. Eva Nowack

27.03.2018
Düsseldorfer Nachwuchswissenschaftlerin erhält Forschungspreis der DFG für ihre Pionierarbeit zur Evolution eukaryotischer Zellorganellen.

Dr. Eva Nowack Foto: Ellen B. Reitz

Dr. Eva Nowack wird mit dem diesjährigen Heinz Maier-Leibnitz-Preis für ihre herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Evolution von Organellen eukaryotischer Zellen ausgezeichnet. Insbesondere ihre paradigmenbrechenden Arbeiten zur unabhängigen parallelen Entstehung von photosynthetischen Organellen in der eukaryotischen Entwicklungsgeschichte werden honoriert.

Der mit 20.000 Euro dotierte Heinz Maier-Leibnitz-Preis zählt zu den renommiertesten deutschen Forschungspreisen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für herausragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und soll sie darin unterstützen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und -trägern obliegt einem Ausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

"Ich freue mich sehr über den Heinz Maier-Leibnitz-Preis. Es ist eine große Ehre und eine wertvolle Auszeichnung, die es mir und meiner Arbeitsgruppe ermöglicht, mit Hilfe des Preisgeldes neue Projektideen voranzubringen", bedankt sich Eva Nowack.

Die Emmy-Noether-Gruppenleiterin konnte beweisen, dass Organellen entgegen der etablierten Theorie häufiger als nur zweimal in der eukaryotischen Entwicklungsgeschichte entstanden sind. Damit gelangen ihr wertvolle Einblicke in Zwischenstadien der Integration eines bakteriellen Endosymbionten als eukaryotisches Zellorganell.

"Als hervorragende Nachwuchswissenschaftlerin auf dem Gebiet der Organellenevolution wird Eva Nowack mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet. Bereits ihre Pionieruntersuchungen an der photosynthetischen Amöbe Paulinella chromatophora resultierten in bahnbrechenden Entdeckungen, die die wissenschaftliche Sichtweise der Evolution photosynthetischer Organellen aufbrachen und ebenso entscheidend für die gesamte Entwicklung eukaryotischer Zellkompartimente sind. Trotz ihrer relative jungen Karriere haben ihre Ergebnisse bereits Eingang in Lehrbücher der Biologie gefunden", hebt Prof. Michael Feldbrügge in seiner Würdigung hervor.

Für die diesjährige Preisrunde waren insgesamt 140 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden. "Die herausragenden Lebensläufe und qualitativ hervorragenden Arbeiten der Kandidatinnen und Kandidaten haben es für den Ausschuss zu einer sehr erfreulichen Aufgabe gemacht, unter ihnen die Preisträgerinnen und Preisträger auszuwählen", sagte die Vorsitzende des Auswahlausschusses, die Mathematikerin und DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck. Der Preis wird am 29. Mai 2018 im Rahmen einer Festveranstaltung in Berlin verliehen.

Mit ihrem Forschungsfeld ist Frau Nowack auch in den Forschungsverbund des SFB 1208 zur Dynamik von Membransystemen sowie die Graduiertenschule MOI zu Infektionen an der Heinrich-Heine-Universität eingebunden. Im SFB 1208 untersucht sie die Vorgänge an der Kontaktzone zwischen Wirtszelle und ihren neu erworbenen photosynthetischen Organellen in der Amöbe Paulinella chromatophora (http://www.sfb1208.hhu.de/gruppen-und-projekte.html).

Weiterführende Informationen:
Die Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2018 findet am 29. Mai um 18 Uhr in der Hörsaalruine des ehemaligen Rudolf Virchow-Hörsaals, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, Charitéplatz 1, 10117 Berlin, statt.
Medienvertreter sind zur Preisverleihung herzlich eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse(at)dfg.de.
Ausführliche Informationen zum Preis und den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern finden sich unter: www.dfg.de/maier-leibnitz-preis

 

„Dynamics of Membrane Systems“:
1. Internationale SFB-Konferenz in Düsseldorf

 

18.09.2017 – Der SFB 1208 der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität, lud vom 13.-15. September 2017 zu seiner ersten internationalen Konferenz ein. Im Sonderforschungsbereich „Identität und Dynamik von Membransystemen - von Molekülen bis zu zellulären Funktionen“ werden essentielle biologische Prozesse sowohl an einzelnen Molekülen in Membranen als auch im Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Membransystemen erforscht.

 

Prof. Dr. Lutz Schmitt, Sprecher des SFB 1208 begrüßte am 13. September 2017 die Forscher aus aller Welt zur 1. Internationalen Konferenz des Sonderforschungsbereichs in Düsseldorf.

Auf dem Programm der ersten internationalen Konferenz standen Vorträge international renommierter Wissenschaftler sowie insbesondere der jungen Wissenschafter des SFB. Vier Themenblöcke gliederten die Fachvorträge zu den speziellen molekularen Prozessen in und an Membranen innerhalb von Zellen und zwischen Zellen: „Membrantransporter“, „Vesikulärer Transport in der Biogenese“, „Kommunikation in Endomembransystemen“ und „Kommunikation zwischen Zellen – Pathogenizität“.

Dem einzigartigen Methodenspektrum, das strukturelle, biochemische und zelluläre Techniken kombiniert, um die molekularen und zellulären Prozesse auf einer Zeitskala von Nanosekunden bis zu Tagen aufklären zu können, war ein weiterer Bereich der Konferenz gewidmet.

Die Konferenz fand im Trinkaus Auditorium der Kunstsammlung K20 in Düsseldorf statt. Im Foyer wurden auf Postern aktuelle Projekte im Bereich der Membranforschung präsentiert. Geladene Sprecher, teilnehmende Wissenschaftler und Mitglieder des SFBs diskutierten ihre Forschungsergebnisse, tauschten sich aus und nutzten die Gelegenheit zur Initiierung und Vertiefung von Kooperationen.

Der SFB 1208 freut sich über die drei gelungenen Tage, welche die Auftaktveranstaltung waren für die nächsten Symposien, welche im Mai 2018 sowie im März 2019 geplant sind.

 

 

 

Neue Professur für Synthetische Membransysteme im SFB 1208:

Herzlich Willkommen, Alexej Kedrov!

Am Freitag, den 07. Juli 2017, wurde Dr. Alexej Kedrov auf die neue Professur "Synthetische Membransysteme" an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät berufen. Die Professur (W1 tenure track W2) ist in den Sonderforschungsbereich 1208 „Identität und Dynamik von Membransystemen - von Molekülen bis zu zellulären Funktionen" integriert. Professor Lutz Schmitt, Sprecher des SFB 1208, ist überzeugt, dass die neuen Systeme und Techniken von Professor Kedrov den SFB 1208 strategisch verstärken werden.

Vor seinem Wechsel zur Heinrich-Heine-Universität war Alexej Kedrov Projektleiter an der Ludwig-Maximilian-Universität München und Senior Researcher an der Universität Groningen. Mit seiner Arbeit „Observing molecular interactions that determine stability, folding, and functional states of single Na+/H+ antiporters” wurde er 2006 an der Technischen Universität Dresden & International Max Planck Research School promoviert. Sein Forschungsschwerpunkt und seine Expertise konzentrieren sich auf die Effekte macromolekularer Überfüllung bzw. Regulierung in membranassoziierten Vorgängen.

Sein Ziel ist die Analyse der gegenseitigen Erkennung und Zusammenführung von Molekülen in Faltungsprozessen neu entstehender Membranen, für das er Versuchsansätze aus der Biophysik, Biochemie und synthetischen Biologie kombiniert.

Willkommen an der Heinrich-Heine-Universität!

Kontakt:
Prof. Dr. Alexej Kedrov
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Gebäude 26.42.03 Raum 30.
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
E-mail: kedrov@hhu.de
Telefon: 0211-81-12314


Identität und Dynamik von Membransystemen - von Molekülen bis zu zellulären Funktionen

Biologische Membranen erhalten einen Nicht-Gleichgewichtszustand zwischen dem Inneren und Äußeren einer Zelle oder eines subzellulären Kompartiments und zwischen den Zellen multizellulärer Organismen. Eine Voraussetzung für Leben ist es daher auch, dass Membranen nicht statische Entitäten, sondern vielmehr sich ständig ändernde Grenzen darstellen, die auf externe und interne Reize antworten. Was bestimmt die Identität von Membranen und wie kontrollieren sie ihre dynamischen Prozesse in Raum und Zeit? Welche Rolle spielen hier ihre Bestandteile, besonders ihre Membranproteine und Membranproteinkomplexe? Dies sind die fundamentalen Fragen, die in diesem SFB adressiert werden sollen. Als Modellsysteme sind daher unterschiedliche ein- und multizelluläre Organismen ausgewählt worden, um die Identität und Dynamik ihrer Membransysteme zu analysieren.

Der SFB vereint dazu ein einzigartiges Methodenspektrum, das strukturelle, biochemische und zelluläre Techniken kombiniert, um die molekularen und zellulären Prozesse auf den relevanten Zeitskalen (Nanosekunden bis zu Tagen) aufzuklären. Dieser multidisziplinäre Ansatz, der intensive methodische und konzeptionelle Zusammenarbeiten beinhaltet, dient dem Ziel, das multidimensionale Zusammenspiel der einzelnen Komponenten unterschiedlicher Membransysteme und der Membran als Einheit zu bestimmen. So soll die Grundlage einer Vielzahl essentieller biologischer Prozesse im Detail besser verstanden werden.

Sprecher des SFB 1208

Prof. Dr. Lutz Schmitt

Universitätsstraße 1
Gebäude: 26.42
Etage/Raum: 03.27
Tel.: +49 211 81-10773
Fax: +49 211 81-15310

Koordinatorin SFB 1208

Dr. Cordula Kruse

Universitätsstr. 1
Gebäude: 26.31
Etage/Raum: O1.55
Tel.: +49 211 81-10771
Fax: +49 211 81-10769

Derzeit liegen keine aktuellen Termine vor.

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